Konzept

Seit über 40 Jahren: Selbsthilfekindergarten mit Engagement

„Wir schaffen für unsere Kinder einen Kindergarten“

Unser Kindergarten ist einer von nur noch zwei Selbsthilfekindergärten in Bad Gandersheim und hat seit 1974 schon Generationen von Kindern betreut.

Der Verein „Kindergarten Selbsthilfe e.V. Wolperode-Ackenhausen“ ist Träger unserer Einrichtung. Mitglieder des Vereins sind die Eltern, deren Kinder in der Krippe sowie im Kindergarten betreut werden sowie weitere fördernde Mitglieder.

Der Verein sorgt oft für das Tüpfelchen auf dem „i“ für unseren Kindergarten und ermöglicht die Dinge, die unsere Einrichtung gerne hätte und gut gebrauchen kann, für die aber leider die Gelder fehlen. Außerdem stärkt der Verein die Gemeinschaft von Eltern und Kindern unseres Kindergartens durch Feste und gemeinsame Aktionen.

Der Vorstand des Vereins besteht aus sechs Ehrenämtern, die aus den Reihen der aktiven Eltern besetzt werden sollten. Dies geschieht im Rahmen der jährlich stattfindenden Jahreshauptversammlung des Vereins.

Elterninitiative im Kindergarten Wolperode-Ackenhausen Selbsthilfe e.V.

„Mehr als nur ein Ort, an dem man seine Kinder abgibt.“

In Niedersachsen ist etwa jede 10. Kita eine Elterninitiative. Die Besonderheit einer Elterninitiative ist, dass Team und Eltern gemeinsam für die Einrichtung verantwortlich sind. Eine familiäre Atmosphäre entsteht hier durch die aktive Mitarbeit der Eltern in unserer kleinen, überschaubaren Einrichtung. Die Betreuung der Kinder erfolgt durch die Fachkräfte (Erzieher/innen und Sozialpädagogische Assistent/innen), während der Verein von Eltern bzw. dem Vorstand geführt wird. Der Verein bietet u.a. die Möglichkeit, dass Eltern und Team zusammen ein eigenes pädagogisches Konzept entwickeln.
 
Als Eltern nimmt man aktiv in der Gestaltung und Organisation unseres Kindergartens teil. Dass man mitmischt und natürlich auch mitmacht ist selbstverständlich. Elternarbeit- und initiative ist ein grundlegendes Element für das Bestehen und Funktionieren unseres Kindergartens.
Es ist für uns selbstverständlich, dass sich alle Eltern engagieren und Verantwortung übernehmen, denn ohne dieses Engagement kann unser Kindergarten nicht funktionieren. Seit jeher steht die Idee dahinter, dass man als Elterngemeinschaft mehr als nur einen Ort schafft, an dem man seine Kinder abgibt. Die Organisation der Selbsthilfe, gemeinsame Aktionen rund um das Jahr sowie die Gestaltung der Räumlichkeiten, die Erhaltung des Gebäudes und die Pflege unseres schönen Außengeländes werden in vielen Arbeitsstunden von den Familien der Kinder geleistet. Wir freuen uns über jede Unterstützung, die so vieles mehr für unsere Kinder möglich macht!
 
Großes Sommerfest 2016 (organisiert durch die Elternschaft)
 

Elterneinsatz, das heißt für uns: …

  • ein Amt zu übernehmen: die Ämter können nach persönlicher Neigung ausgesucht werden, hierzu zählt beispielsweise das Verwalten der Finanzen, Organisation der Abläufe, Hausmeistertätigkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Einkäufe erledigen, Veranstaltungen zu initiieren oder zu planen und noch viel, viel mehr…
  • alle 3 Monate den Wochenenddienst zu leisten (Wäsche waschen, Spielzeug reinigen, Außengelände pflegen und Blumen gießen)
  • sich am zweimal im Jahr statt findenden Elterneinsatz (Frühjahrs- und Herbstputz) zu beteiligen, bei dem anfallende Renovierungs- und Gartenarbeiten erledigt werden
  • Fahrten zu übernehmen zu verschiedenen Aktivitäten oder Ausflügen mit den Kindern
  • Kuchen zu backen und Verkaufsdienste zu übernehmen bei dem zweimal im Jahr statt findenden Frühlings- bzw. Bauernmarkt in der Stadt Bad Gandersheim (hier generieren wir einen Großteil der frei verfügbaren Gelder für (besondere) Anschaffungen für unsere Kinder im Kindergarten
  • und auch mal außer der Reihe Hand anlegen, wenn es etwas zu organisieren oder zu tun gibt.

Vorsitzende sind derzeit Katja Geske, Inessa Schönfelder & Andrea Macke.

Der Vorstand vertritt die Interessen der Krippe/des Kindergartens gegenüber sämtlichen Institutionen. Zusammen mit der Einrichtungsleitung ist er für die Führung und Organisation der Kindertagesstätte verantwortlich. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen beschließt der Vorstand über die Kriterien der Vergabe der Krippen-/Kindergartenplätze.

Die Einrichtung befindet sich in vertraglicher Verbindung mit der Stadt Bad Gandersheim, die die Finanzierung maßgeblich übernimmt.

Neben dem Kindergartenverein gibt es noch einen gemeinnützigen „Förderkreis Kindergarten Selbsthilfe Wolperode-Ackenhausen e.V.“ Über gezahlte Beiträge und Spenden wird auf Wunsch eine Spendenquittung ausgestellt.

Großer Umbau zur Kita für 1- bis 6-Jährige

Der der Umbau vom Kindergarten mit Schaffung einer neuen Krippe erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden z.B. dem Bauamt Bad Gandersheim, der Landesschulbehörde, dem Landkreis Northeim und dem zuständigen Berater der GUV. In Ortsterminen und unter Berücksichtigung aktueller Vorschriften zur Unfallverhütung und zum Arbeitsschutz haben wir für Kinder und Mitarbeiter alle Neuerungen geplant. Wir haben uns durch Beispiele in der Fachliteratur und Besichtigungen anderer Einrichtungen anregen lassen und versucht die besten Ideen im Rahmen unserer finanziellen und räumlichen Gegebenheiten umzusetzen.

Kinder spielen im Krippenalter häufig allein, somit war es für uns eine große Herausforderung bei der Planung der Raumgestaltung und der Auswahl der Spielmaterialen ein möglichst differenziertes „Parallelspiel“ der Kinder zu gewährleisten. Der Raum wie auch das Material muss fließende Übergänge zwischen Alleinspiel, Partner- Spiel und Spiel in Kleingruppen ermöglichen.

Die Erziehrinnen gestalten den Gruppenraum nach den jeweiligen Bedürfnissen der Kinder und der momentanen Gruppensituation. Des Weiteren ist der Gruppenraum für die Kinder in alters- und entwicklungsgerechte Spielbereiche unterteilt und mit unterschiedlichen Materialen ausgestattet (z.B. Kleinfahrzeuge, Puppen, Kissen, Decken, Bücher, Bausteine).

Im Eingangs- und Flurbereich befinden sich die Garderobe, die Eigentumsfächer und die Infopinnwände. Durch die gesicherte Eingangstür können die Kinder ihren Eltern beim Abschied winken. An den Flur grenzt neben dem Gruppenraum auch der Sanitärbereich. Dort befindet sich unser Wickeltisch. Dieser ist mit sechs Stufen versehen, so dass die Kinder unter Aufsicht den Wickelplatz alleine erreichen können. Dieses ist nicht nur rückenfreundlich für das Team, sondern fördert die Kinder auch in ihrem Bewegungsverhalten und in ihrer Eigenständigkeit. Der Wickeltisch ist mit kleinen Eigentumsfächern ausgestattet, in denen die Windeln/ Feuchttücher und Ersatzkleidung der Kinder deponiert werden. Neben zwei „Minitoiletten“ befindet sich ein großes Waschbecken sowie eine kleine „Bademöglichkeit“ (Duschbecken). Hier können Kreativangebote mit Wasser, Farben oder Schaum angeboten werden. Des Weiteren verfügt unsere Krippe über einen separaten Kreativraum, ein Büro sowie eine Küche.

Eingewöhnung und Ankommen

Anfangszeit ist Eingewöhnungszeit!

Sich täglich von Mama oder Papa trennen zu müssen und in einer neuen, ganz anderen Umgebung zurechtzufinden, Vertrauen aufzubauen zu fremden Personen, bedeutet für ein Kind großen emotionalen Stress.

Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sie länger von Mama und Papa getrennt sind und es ist auch nicht zu vergessen, dass der Eintritt des Kindes in die Krippe für die ganze Familie etwas Neues ist, das eventuell mit Unsicherheit behaftet ist.

Die Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf eine neue Umgebung. Die einen wenden sich zögernd und vorsichtig, die anderen ohne Bedenken und energisch allem Neuen zu. Um die Trennungssituation von der Familie gut zu gestalten und das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen, ist eine behutsame Eingewöhnung in die Krippe daher besonders wichtig.

Grundlage für eine gute Zusammenarbeit zwischen den Eltern, den Kindern und der Krippe ist ein gutes Vertrauensverhältnis.

Hier hat sich das Berliner Eingewöhnungsmodell bewährt, nach dem auch wir angelehnt arbeiten.

Danach müssen die Eltern ca. 2 Wochen – eventuell länger – für die Eingewöhnung des Kindes einplanen.

In den ersten Tagen wird das Kind von einem Elternteil in die Gruppe begleitet. In dieser Zeit dienen die Eltern dem Kind als sichere Basis, bis sich der Kontakt und eine beginnende Beziehung zur Mitarbeiterin aufgebaut haben. Nach und nach werden die Zeiträume, die das Kind alleine in der Gruppe verbringt, größer – in enger Vernetzung mit den Eltern und bei voller Rücksichtnahme auf das Kind, denn dieses steht bei der Eingewöhnung an erster Stelle.

Ende der Eingewöhnung ist, wenn das Kind ein gutes Vertrauen zu den Erzieherinnen entwickelt hat, es sich einer Erzieherin zuwendet und auch von ihr als weitere Bezugsperson trösten, beruhigen und ermutigen lässt.

In unserer altersübergreifenden Struktur einer Kindertagesstätte mit einer Krippengruppe für die jüngeren und einer Kindergartengruppe für die älteren Kinder finden alle Kinder einen für ihre gesamte Entwicklung günstigen Lebensraum. Für eine Reihe von Kindern wird unsere Kindertagesstätte über einen Zeitraum von 5 bis 6 Jahren eine Heimat sein. Leider werden nicht alle Kinder, die unsere Krippe besuchen, einen Platz in der weiterführenden Kindergartengruppe bekommen können. Eine rechtzeitige Anmeldung ist daher sehr wichtig!

Das Spiel

Die Möglichkeit des ungestörten freien Spiels ist bei uns von großer Bedeutung, da das Kind durch sein eigenes Tun Freude an Erfolgserlebnissen und an der eigenen Leistung entwickelt kann. Außerdem steigern diese Situationen das Selbstbewusst-sein und das Vertrauen in die eigene Kraft.

Spielen ist keine Spielerei!

Das Kind begreift die Welt um sich herum, es beobachtet, ordnet Dinge zu, ahmt nach und lernt sich selbst mit all seinen Fähigkeiten kennen.

Das Spiel des Kindes wird somit als sein „Hauptberuf“ bezeichnet.

Die Kinder können frei entscheiden was, wo, mit wem und wie lange sie etwas spielen möchten. Während des Freispiels können die Kinder sich auf ein intensives Spiel einlassen, das durch die Raumstruktur und der Materialein begünstigt wird.

Im Freispiel lernt das Kind:

  • Konflikte zu lösen
  • Regeln in der Gruppe zu lernen
  • Sozialen Kontakt aufnehmen und auszubauen
  • Seine eigenen Ideen umzusetzen
  • Verschiedene Bedürfnisse verbal zu äußern
  • Ich- Kompetenzen zu stärken

„Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.“  

Galileo Galilei

Carusos-Auszeichnung

Kindgerechtes Singen im Kindergarten Wolperode-Ackenhausen

Die Carusos ist die bundesweite Initiative des Deutschen Chorverbands zur Förderung des kindgerechten Singens in Kindertagesstätten. Im Kindergarten und in der Krippe des Selbsthilfekindergartens Wolperode-Ackenhausen wird schon immer großer Wert auf das Singen mit den Kindern gelegt. Das gesamte Erzieherinnen-Team setzt sich intensiv mit den Vorgaben des deutschen Chorverbandes (DCV) zum Singen mit Kindern auseinander und hat das offiziell anerkannte Zertifikat „Die Carusos“ verliehen bekommen!

Dazu gehört zum Beispiel, dass täglich mindestens 15 Minuten mit allen Kindern gesungen wird. Außerdem wird vorausgesetzt, dass die Kinder während ihrer gesamten Kindergartenzeit eine große Vielfalt an Liedern zu unterschiedlichen Anlässen kennenlernen. Besonders wichtig ist auch, dass in kindgerechter Tonhöhe mit den Kindern gesungen wird. Das Team hat sich  freiwillig verpflichtet, sich regelmäßig musikalisch fortzubilden.

Am 28.04.2017 konnte die offizielle Verleihung des Zertifikats stattfinden.

Wir freuen uns sehr über diese tolle Bereicherung!

 

 

 

 

 

 

 

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Kindergartenleitung:

Claudia Anthony: 05382 – 5196 (Telefon Kindergarten)